Geschichte > 1500 - 1800 > Über einen alten Stich gebeugt

I Im Blick aufs Ganze

Gemeint ist die Darstellung Rorschachs aus dem Jahre 1794. Wir nehmen sie nicht einfach zur Kenntnis wie irgendeine andere. Wie oft man dieses Blatt des Kupferstechers Johann Franz Roth schon betrachtet haben mag, immer fesselt es von neuem. Wie soll man seine starke und seltsame Wirkung erklären?

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II Die Rorschacher Flur

Eines muss dem Betrachter des Rothschen Stichs vom Jahre 1794 auffallen: wie geschlossen die Siedlung sich abhebt von der sie umgebenden Flur. Nur an vereinzelten Stellen überschreiten meist landwirtschaftliche oder gewerbliche Häuser den seit dem Spärmittelalter festgelegten Baugrund.

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III Das Strassendorf

Als eigentliche Ufersiedelung entstanden, wandelte sich Rorschach zum Strassendorf. Anfänglich bestand wohl eine einzige Häuserreihe von primitiver Bauweise ohne bestimmten Zusammenhang. Jedem Garten auf der Südseite entsprach ein Uferplatz. Auf diesen Vorplätzen längs der Wasserfront wickelte sich ein erster bescheidener Verkehr ab.

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IV Bei St.Kolumbanskirche und Salisschem Hof

Als unser Stich entstand, lag der grosse Umbau der St.Kolumbanskircbe schon acht Jahre zurück. Für den durch Handel und Gewerbe erstarkten Reichshof war das Gotteshaus zu klein geworden. Man hatte es 1782 bis 86 nach Westen verlängert und zwei übereinandergehende Emporen eingebaut.

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V Die Seeseite des obern Fleckens

Man glaubt sich an die Wasserkante einer Hansestadt versetzt, wenn man das lustige Gewinkel und Gewirr der Wasserfront verfolgt. Die Rorschacher Buben und Mädchen hatten im 18. Jahrhundert geradezu herrliche Zeiten! Wo sind die Mauerstiegen und Palisadenreihen der wellenbrechenden Seepfähle, wo die eigenwillig ins Wasser vorspringenden Bauten mit ihren Schöpfen und Gärtchen, den engen Gässchen und Schlipfen.

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VI Am Hafen und Marktplatz

An der Stelle einer bisher bevorzugten Schifflände hat schon Ulrich Rösch (1463–1491) das Ausmass eines von äbtischen Gebäulichkeiten eingefassten Marktplatzes (heute Hafenplatzes) und Hafens festgelegt. Einzig neu sind bis zum Jahre unseres Stichs (1794) die Erneuerung und Zweckbestimmung einiger untergeordneter Häuser und vor 46 Jahren unter Abt Cölestin II. (1740-1767) die den Hafen flankierenden Bauten des Korn- und Kaufhauses hinzugekommen.

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VII Die südliche Häuserreihe des untern Fleckens

Mit ihren Gärten folgt sie der Hofettergrenze, der alten Baugrenze des äbtischen Rorschach. Zwischen Obervogtei und Taferne zum «Güldenen Löwen» betreten wir die Hintergasse (heute Neugasse) und sehen uns Haus für Haus näher an. Die ersten beiden (heute Postgebäude) gehören, wie der ganze Hafenbezirk, dem Kloster.

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VIII Die Seefront des untern Fleckens

Beim Kornhaus beginnend, fällt uns das kleine Badhaus der äbtischen Beamten auf. Es grenzt an das doppelte Gebäude des «Hirschen», in dem Constantin Hüttenmoser besonders an Markttagen viele Gäste bewirtet. Nach rechts folgt – stark verzeichnet und früher viel zu nahe am «Hirschen» (bis 1973 Oscar Weber) – das «Schiff» des Melchior Bürke.

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